Since 09/2025 12 Episoden
Vom Commodore zum Cobra
Björn Groenewold | hyperspace

19.05.2026 28 min Thomas Schindler | delodi.net

Björn Groenewold ist 44, Friese, und seit seiner Kindheit von Computern besessen. Sein Vater programmierte Leasing-Software auf einem Commodore 128, gespeichert auf Kassette – der kleine Björn saß daneben und war Feuer und Flamme. Heute führt er hyperspace als Remote-first-Unternehmen mit einer bunt gemischten Crew, die über ganz Deutschland verteilt arbeitet. Ein Gespräch über Leidenschaft, Freiheit und die Frage, ob KI-generierter Code wirklich gut genug ist. Vom Schneider PC zum UnternehmerDer Weg war eigentlich vorgezeichnet: Computerclub jeden Donnerstagabend und Samstagnachmittag, ein MS-DOS-Kurs mit 8 oder 9 Jahren, und das erste echte Erfolgserlebnis, als der junge Björn ein Speicherproblem auf dem Vater-PC löste, an dem der professionelle Softwareentwickler einen ganzen Tag lang gescheitert war. Der Vater rief den Entwickler an: „Du brauchst nicht mehr zu kommen. Mein Sohn hat das hinbekommen." Gründung aus dem Fotostudio herausHyperspace begann nicht mit Code, sondern mit Partyfotos. Björns erster Nebenjob zu Schulzeiten waren Fotoaufträge – seine ersten eigenen Rechnungen. Von dort wuchs es organisch: Der erste Kunde, der Solarpanel-Hersteller Aleo Solar, brauchte einen Online-Shop auf XT-Commerce-Basis. Der erste Mitarbeiter startete auf 450-Euro-Basis. Kommuniziert wurde über ICQ – weil es Slack und Teams schlicht noch nicht gab. Remote-first, bevor es einen Namen dafür gabHyperspace war von Tag eins remote. Nicht aus Pandemie-Not, sondern aus Überzeugung. Björn stellte gezielt Leute ein, die nicht ins Büro kommen konnten – mit 16 MBit und ICQ. Heute nutzt d...
Trusted Advisor statt Dauerseller
William Kesser | teamware

05.05.2026 31 min Thomas Schindler | delodi.net

William Kessler verantwortet seit sechs Jahren das operative Geschäft bei teamware – Produkte, Projekte, Hosting. Das Unternehmen gibt es seit über 30 Jahren, und der Name kommt tatsächlich aus dem Sport. In dieser Folge spricht er mit Thomas über eine Unternehmenskultur, die Menschen konsequent vor Fachkompetenz stellt, über Bewerbungsgespräche, die sich anfühlen wie ein erstes Date, und darüber, warum Deutschland dringend seinen Erfindergeist wiederentdecken muss. Die drei Säulen von teamware: Proaktivität, Offenheit, VerantwortungsbewusstseinStatt nur auf den Lebenslauf zu schauen, bewertet teamware Kandidaten danach, ob sie proaktiv Veränderungen anstoßen, offen für Feedback und neue Perspektiven sind und echtes Verantwortungsgefühl mitbringen. Williams Überzeugung: Wer diese drei Werte lebt, kann sich jedes fachliche Wissen aneignen. Bewerbungsgespräche à la TinderJa, richtig gelesen. teamware nutzt Fragen aus Dating-Portalen im Recruiting: „Was ist dein Lieblingstier und warum?" oder „Mit wem würdest du einen Tag verbringen – tot oder lebendig?" Klingt ungewöhnlich, verrät aber enorm viel darüber, wie jemand tickt und mit Situationen umgeht. Thomas kontert mit seiner Lieblingsfrage: „Was ist deine Lieblingsdroge?" – die Reaktion allein sagt alles. Farbtypen statt Organigrammteamware arbeitet mit dem Vier-Farben-Modell (rot, blau, grün, gelb), um Persönlichkeitstypen im Team sichtbar zu machen. Bei einem After-Work-Event bekamen alle Sticker mit ihren Farben aufs T-Shirt. Das Ergebnis: Mehr Verständnis füreinander, weniger Kommunikationskonflikte. William selbst? Ro...
Zwischen Testautomatisierung und Menschlichkeit: Wie Yana Gogoll Softwarequalität zum „unternehmerischen Kunstwerk“ macht
Yana Gogoll | andagon

21.04.2026 37 min Thomas Schindler | delodi.net

In dieser Episode des SWAD Inside Podcasts begrüßt Thomas Schindler einen Gast, der sich selbst charmant als „Exotin“ in der IT-Welt bezeichnet: Yana Gogoll, eine Frau mit Migrationshintergrund an der Spitze eines Unternehmens, das seit 25 Jahren für Qualität im Softwarebereich steht. Yana führt die Geschicke von andagon People und Aqua Cloud, zwei Einheiten unter einer Holding, die sich der Qualitätssicherung mit einem klaren Fokus auf Testautomatisierung verschrieben haben. Während ihr Mann das Unternehmen ursprünglich aus einem inneren Drang zur Innovation heraus gründete und Systeme für die Deutsche Post und Telekom entwickelte, stieß Yana vor 19 Jahren dazu, um ihre Leidenschaft für kluge Strukturen und die Verbindung von Mensch und Technik einzubringen. Die Philosophie von andagon People ruht auf einer DNA aus vier Säulen: langjährige Erfahrung, Leidenschaft für Innovation, wirtschaftliche Gesundheit und eine tief verwurzelte Menschlichkeit. Yana Gogoll betont, dass Technologie allein nicht ausreicht; das wahre Potenzial entfaltet sich erst, wenn menschliche Kreativität und technologischer Fortschritt harmonieren. In ihrer Rolle als Führungskraft hat sie verschiedenste Stile von militärischer Hierarchie bis hin zu agilem Management durchlaufen, um schließlich bei einer stabilen Balance zu landen, die den Mitarbeitern Sicherheit und Klarheit bietet. Dabei investiert sie bewusst 80 % der Ressourcen in die Stabilität und das Halten von Versprechen, während die restlichen 20 % der Innovation und Transformation gewidmet sind. Ein zentraler Ankerpunkt für den Erfolg de...
Vom Widget-Wahn zum Design-Sinn: Warum exzellente Software ein Menschenrecht ist
Christoph Kolb | wahnsinn.design

07.04.2026 57 min Thomas Schindler | delodi.net

In dieser Episode des SWAD Inside Podcasts begrüßt Thomas Schindler einen Gast, der die Welt der Software durch die Brille eines Wirtschaftspsychologen betrachtet: Christoph „Chris“ Kolb. Der 42-jährige Kölner und Familienvater blickt auf eine fast 18-jährige Unternehmensgeschichte zurück, die 2008 mit der Gründung der Widget GmbH begann. Gemeinsam mit seinem Studienfreund Alex Hoening startete er in einer Ära, als Widget-Marketing auf Plattformen wie MySpace und Facebook noch in den Kinderschuhen steckte, bevor das Team frühzeitig das Potenzial von fokussierten App-Funktionen erkannte. Chris beschreibt seinen Weg in das Software-Design als eine Evolution, die stark von seinem Psychologiestudium geprägt wurde – einem Fachbereich, der für ihn oft mehr spannende Fragen aufwarf als Antworten lieferte und ihm die fundamentale Komplexität menschlichen Verhaltens vor Augen führte. Im Jahr 2018 vollzog das Unternehmen einen mutigen Rebranding-Schritt hin zu „Wahnsinn Design“, einem Namen, der die produktive Spannung zwischen kreativer Schöpfung und rationalem Editieren widerspiegelt. Chris erläutert, dass der „Wahn“ für den schöpferischen Prozess steht, in dem alles möglich scheint, während der „Sinn“ als Korrektiv fungiert, um Lösungen für die reale Welt zu schleifen. Dieses duale Prinzip, das visuell durch ein vom Yin-und-Yang-Symbol inspiriertes Logo untermauert wird, bildet das Fundament ihrer Philosophie: Gutes Design ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Chris argumentiert leidenschaftlich gegen schlechtes Design, das Nutzer frustriert oder gar durch Mechanismen wie...
Code, Kultur und Krankenakten
Steffen Heilmann | sda.se

17.02.2026 42 min Thomas Schindler | delodi.net

In dieser Ausgabe des SWAD Inside Podcasts begrüßt Host Thomas Schindler den Vorsitzenden der SDA SE Open Industry Solutions, Steffen Heilmann. Das in Hamburg verwurzelte Unternehmen agiert als dezentrale Organisation, die über ganz Deutschland verteilt ist, und widmet sich einer Branche, die mancherorts fälschlicherweise als digitaler Nachzügler gilt: der Versicherungswirtschaft. Steffen Heilmann räumt direkt zu Beginn mit diesem Vorurteil auf und betont, dass Versicherungen bereits in den 1950er Jahren zu den absoluten Pionieren der Digitalisierung gehörten. Die heutige Herausforderung der SDA besteht darin, die oft massive Lücke zwischen theoretischen Digitalisierungsstrategien und der produktiven Umsetzung in komplexen, regulierten Umgebungen zu schließen. Das Herzstück ihrer Arbeit bildet die „Service Dominierte Architektur“. Dieser Ansatz versteht sich als eine Weiterentwicklung von Microservices, die nicht nur die technische Ebene betrachtet, sondern auch die organisatorische Implementierung innerhalb eines Unternehmens radikal mitdenkt. Ob es um die Mobilitätsplattform onpier oder die Anbindung privater Krankenversicherungen an die Telematikinfrastruktur für elektronische Patientenakten geht – Steffen und sein Team machen Komplexität beherrschbar. Dabei setzen sie auf einen Architekturfokus, der Big-Bang-Migrationen vermeidet und stattdessen auf agile, inkrementelle Fortschritte sowie den Einsatz von Open-Source-Lösungen setzt, um unnötige Herstellerabhängigkeiten zu vermeiden. Hinter den Kulissen führt Steffen Heilmann eine Organisation von rund 40 Mitarbeiter...
Boutique und KI-Handwerk
Hendrik Hobbhahn | gallo-X

03.02.2026 37 min Thomas Schindler | delodi.net

In der neuesten Ausgabe von SWAD Inside unterhält sich Thomas Schindler von delodi mit seinem Gast Hendrik Hobbahn von galloX über die tiefere Bedeutung von Softwaregestaltung und den Einfluss von Medien auf unsere Gesellschaft. Hendrik Hobbahn, der im südhessischen Dreieich verwurzelt ist, blickt auf einen Werdegang zurück, der ursprünglich im Journalismus und Verlagswesen begann. Seine Erkenntnis, dass Medien oft eher Erwartungen bedienen als reine Wahrheiten zu vermitteln, führte ihn schließlich zur Softwareentwicklung, wo er heute als Thought Partner individuelle Lösungen gestaltet. Das Unternehmen galloX versteht sich dabei als eine Software-Boutique, deren Name auf Hendriks familiäre Traditionen und seine Verbundenheit zur italienischen Lebensart zurückgeht. Der Begriff „Gallo“, italienisch für Hahn, zieht sich durch sein Firmenkonglomerat und findet seinen Ursprung in der Vorliebe seines Vaters für grüne Tinte. Hendrik betont in dem Gespräch, dass es ihm fernliegt, Software von der Stange zu verkaufen; vielmehr geht es ihm darum, im Dialog mit den Kunden deren wahre Intentionen herauszukitzeln und passgenaue Produkte zu entwickeln. Ein wesentlicher Teil des Dialogs widmet sich der Künstlichen Intelligenz, die Hendrik als die nächste industrielle Revolution einordnet. Er warnt jedoch davor, den aktuellen Hype blindlings zu folgen, da KI ohne strukturierte Daten und handwerkliche Präzision keine wertvollen Ergebnisse liefern kann. Am Beispiel von ChatGPT erläutert er, dass diese Werkzeuge auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen basieren und daher zwar Texte flüssig gene...
Qualität, Kultur Verantwortungseigentum
Elias Saalmann | dyve

20.01.2026 38 min Thomas Schindler | delodi.net

In dieser Podcast-Folge begrüßt Host Thomas Schindler (delodi) den Softwareentwickler und dyve-Geschäftsleiter Elias Saalmann zu einem tiefgreifenden Gespräch über moderne Unternehmenskultur und technologische Exzellenz. Die Geschichte der dyve GmbH, die Elias hier nachzeichnet, ist eng mit dem Wunsch nach Beständigkeit verknüpft: Gegründet wurde das Unternehmen Anfang 2014 von Hendrik Kleinwächter als bewusste Antwort auf die oft flüchtigen und engen Strukturen der Startup-Welt. Das Ziel war es, einen sicheren Hafen und eine stabile Gemeinschaft für Entwickler zu schaffen, die fernab von kurzfristigen Hypes nachhaltig arbeiten wollen. Ein zentrales Merkmal dieser Gemeinschaft ist ihre radikale Remote-Kultur. Schon lange bevor flexibles Arbeiten zum Standard wurde, verzichtete dyve konsequent auf ein festes Büro. Das Team, das heute rund zehn erfahrene Spezialisten umfasst, arbeitet über ganz Deutschland verteilt. Diese Freiheit bei Arbeitsort und -zeit ist jedoch kein Selbstzweck; sie setzt ein außergewöhnlich hohes Maß an Eigenverantwortung voraus, das den Kern der Zusammenarbeit bildet. Inhaltlich versteht sich dyve als eine Art „Feuerwehr“ für komplexe Software-Projekte. Das Team springt immer dann ein, wenn „High-Class“-Entwicklung gefragt ist – oft in Situationen, in denen Projekte in Schieflage geraten sind oder durch den Ausfall von Schlüsselpersonen kritische Lücken entstanden sind. Während die Wurzeln des Unternehmens tief in der „Ruby on Rails“-Welt liegen, agiert dyve heute technologisch agnostisch. Ob Java, Kotlin, React oder Flutter – entscheidend ist nic...
Gründlichkeit statt Hype
Oliver Meimberg | Form4

02.12.2025 41 min Thomas Schindler | delodi.net

Oliver Meimberg (Form4) steht für Wirksamkeit vor Eitelkeit: Leidenschaft fürs Bauen, das in der Realität läuft – getragen von Rationalität, Ehrlichkeit & „Wahrhaftigkeit“. Form4 entwickelt seit 2000 Web-Apps, Portale & Datenbank-Systeme (Backend Java/PHP, Frontend React/Angular, viel TYPO3), früher strikt Open Source, heute pragmatisch mit Cloud statt Eigenbetrieb. Lieblingskunde: wer komplexe Integration braucht, nicht den x-ten 08/15-Shop. Kultur: dokumentiert, kontrolliert, konfliktarm – Probleme werden logisch gelöst, nicht laut. Blick nach vorn: neben Dienstleistung eigene Produkte bauen (evolutionär, wiederverwendbar), ohne den Anspruch zu verwässern. Positionierung gegen den Zeitgeist: kein „Vibe-Coding“, sondern tiefe Grundlagen, damit die letzten 2 % sitzen. Wunsch an die Welt: mehr Ruhe zum Nachdenken – für Software, die länger hält und wirklich zählt.
Vom Portal zur Agenten-Armee
Karsten Schnappauf | ancud

18.11.2025 28 min Thomas Schindler | delodi.net

Carsten Schnappauf (Ancud) erklärt, wie sie „Zukunft liefern“: Auf Liferay DXP (Open Source) als Enterprise-Backbone bauen sie sichere, skalierbare Digital Experience Platforms – und integrieren dort LLM-Agenten direkt in Rollen-/Rechte und kuratierte Daten. Ergebnis: bidirektionale KI, die nicht nur „mit Daten chattet“, sondern Termine bucht, Inhalte erstellt und Prozesse im Portal ausführt – enterprise-tauglich statt Bastellösung. Ancud liebt komplexe, regulierte Integrationen und denkt digital horizontal: vom ersten Touchpoint über Shop bis Service-Portal, stets value-getrieben mit KPIs. Botschaft an Deutschland: IT/AI als Value-Center, nicht Kostenstelle; Dateninfrastruktur aufbauen (viele kleine „Gold Nuggets“ statt einem ROI-Einhorn) und Nachhaltigkeit durch digitale Services. Forschung mit FAU, Fraunhofer & Co.: Vision eines Agentic Mesh – jede Software erhält einen spezialisierten Agenten, die gemeinsam Unternehmensaufgaben koordinieren.
Werte statt Bauchladen
Hannes Brockmann | cratos

04.11.2025 37 min

Mut zum Nein: Hannes Brockmann zeigt, wie Cratos Beratung denkt—kundenzentriert, ehrlich, transparent. Das Team sagt bewusst Nein, wenn Lösung, Timing oder Tech nicht passen, und liefert lieber mit Partnern aus der Software-Allianz exakt das, was wirkt. Schwerpunkt: große Carve-outs/M&A-Harmonisierung, IT-Programmmanagement, Cyber Security (eigene Blue-Team-Tochter für SOC) sowie Energie-Transformation via Envise. Der aktuelle Shift: von „agil“ zu datengetrieben & evidenzbasiert—mit Blick auf digitale Souveränität in Europa. Arbeitsweise: erst nachdenken & klären (Sponsor, Zielbild, Risiken), dann im Tandem Fachbereich+Sales liefern; heikle Gespräche vor Ort, operatives Remote. Stack: Methodenkoffer, Kunden-Tools und bei Bedarf maßgeschneiderte Lösungen statt Excel-Monster. Lieblingsaufgaben: komplexe Programm-/Stakeholder-Orchestrierung und Data-Cleanup bis zum nutzbaren Dashboard. Wunsch an die Welt: mehr Mut zur Co-Creation mit Dienstleistern—für Ergebnisse, die halten.
Whitebox statt Wunderkiste
Thomas Kopfstedt | Shiratech

21.10.2025 42 min Thomas Schindler | delodi.net

Thomas Kopfstedt erklärt, wie ein 30-köpfiges, forschungsstarkes Team aus Physikern, Elektroingenieuren und Techno-Mathematikern bei Shiratech Knowtion „Turning Data into Knowledge“ lebt: Multi-Sensor-Datenfusion, Filter & Prädiktion, deterministische Algorithmen in Echtzeit – auf knapper Embedded-Hardware und für sicherheitskritische Domains (Luftraumüberwachung, Robotik, Industrie, Verteidigung). Der Groove: in Wochen Prototyp, danach der harte Teil – alles fehlertoleranzarm, zuverlässig, zertifizierbar machen. Geliefert wird Whitebox statt Blackbox: Source Code, Requirements, Safety-Analysen, Test-Reports und Coverage – damit Integratoren ohne Bauchschmerzen in Gesamtsysteme einbauen. Zusammenarbeit passiert dicht: frühe Architektur, definierte Verfahren (z.B. Kalman-Varianten), Tandem-Reviews, Whiteboards statt Bullshit. Klarer Datenstandpunkt: ehrliche Daten schlagen viel Daten – ohne Fehlerfälle keine robuste KI; lieber dynamisch samplen (hoch auflösen bei Events) und Privacy by Design (DSGVO, Edge-Auswertung) als Datengrab. Was sie kickt: Missions-Tempo & Millimeterarbeit – schnell lauffähig, dann bis zur 10⁻⁹-Klasse absichern. Wunsch an die Welt: mehr Mut zu echten (auch „peinlichen“) Fehlerdaten, damit Systeme wirklich klüger und sicherer werden.
Vergiss den Smart-Toaster
Christian Schmidt | simplexion

11.09.2025 52 min Thomas Schindler | delodi.net

Christian Schmidt (Simplexion/Silpion) zeigt, wie „unsichtbare IT“ geht: Hardware + Firmware + sichere Produktion (Keys on-device) – ohne blinkenden Schnickschnack, der Aufmerksamkeit klaut. Simplexion sagt bewusst Nein zu Features ohne Nutzerwert, setzt auf offene Toolchains, Vendor-Agnostik und Architekturen, die Kosten drastisch senken (statt Cloud-Dogma). Getrieben von Werkstolz, Neugier und CCC-Hackerkultur wird repariert, verstanden, Wissen geteilt – gegen Herrschaftswissen, für robuste Produkte. Ein Gespräch über Sinn vor Bling, das kreative Lösen harter Echtwelt-Constraints – und warum Spielen (aka Hacken) die wichtigste Entwickler-Superkraft bleibt.